Planetware

Kammerton: Musik kosmisch stimmen

Der Begriff „Kammerton“ taucht oft im Zusammenhang mit 440 Hz oder 432 Hz auf. Dabei geht es nicht um eine „richtige“ oder „falsche“ Stimmung, sondern um unterschiedliche Bezugssysteme für Tonhöhen.

Diese Seite erklärt, was der Kammerton ist, warum er nicht zwangsläufig bei 440 Hz liegen muss – wie der indische Grundton („Sa“) zeigt – und wie die aus natürlichen Zyklen abgeleiteten Töne der Kosmischen Oktave gestimmt werden.

Kammerton

Der Kammerton bestimmt die Tonhöhe, auf die Instrumente und Stimmen gestimmt werden. Nur wenn alle Beteiligten dieselbe Referenz verwenden, entsteht ein stimmiges Zusammenspiel. Der Begriff geht auf die höfische „Kammermusik“ zurück – also Musik, die in fürstlichen Gemächern gespielt wurde und eine einheitliche Stimmung erforderte.

Als Bezugston gilt traditionell das eingestrichene A (a¹).
Seit einer internationalen Konferenz im Jahr 1939 ist dafür die Frequenz von 440 Hz festgelegt.

Diese Stimmung ist heute Standard:
• in populärer Musik
• im Instrumentenbau
• in elektronischen Klangerzeugern („concert pitch“)

Historisch war der Kammerton nicht einheitlich. Er variierte regional und zeitlich – meist tiefer, teilweise aber auch bis etwa 460 Hz. Auch heute stimmen manche Orchester leicht über 440 Hz.

Indischer Grundton

In der indischen Musiktradition gibt es keinen fest definierten Kammerton. Stattdessen steht der individuell gewählte, oft meditativ gestimmte Grundton („Sa“) im Mittelpunkt.

Ein zentraler Begriff ist „Anahata Nada“ – der „unangeschlagene Klang“.
Gemeint ist kein physisch erzeugter Ton, sondern nach mystischer Tradition ein nicht-dualer Urgrund – noch vor dem Auftreten und Benennen von Klang.

Sitar

Als daraus hervorgehende Erscheinung gilt „Ahata Nada“, der hörbare, angeschlagene Klang.

Auffällig ist:
Messungen zeigen, dass der gespielte Grundton häufig etwas unter dem westlichen Cis liegt. Der indische Musiker Ravi Shankar beschreibt in seinem Buch „Meine Musik, mein Leben", dass „Sa“ in diesem Bereich liegt.

Es ist ein Cis, dessen Kammerton A etwa 432 Hz hat.

In der Kosmischen Oktave ergibt sich:
Der Erdjahreszyklus entspricht – oktaviert – einem Ton von 136,10 Hz. Der zugehörige Kammerton A liegt in dieser Stimmung bei 432,1 Hz.

Kosmischer Kammerton

Mit der Kosmischen Oktave lässt sich der Kammerton direkt aus natürlichen Zyklen ableiten.

Dabei wird ein periodischer Vorgang durch Oktavierung in den hörbaren Bereich übertragen. etwa:
• die Erdrotation (Tag)
• der Erdumlauf (Jahr), ein
• Planetenumläufe
• molekulare Schwingungen

Das Ergebnis:
Jeder dieser Frequenzen definiert eine eigene, konsistente Stimmung – mit entsprechenden Kammerton.

Es gibt daher nicht „den einen“ Kammerton, sondern verschiedene, systematisch ableitbare Bezugssysteme.

Stimmdaten kosmischer Töne

Der Standardwert 440 Hz dient als Referenz, um Abweichungen vergleichbar zu machen. Diese werden in Cent angegeben; ein Halbton entspricht 100 Cent.

Typische Stimmdaten umfassen:

Grunddaten
Zyklus (z. B. Planet, Rotation, Umlaufzeit)
• Frequenz bzw. Periode
• daraus abgeleiteter Oktavton
• zugehöriger Kammerton A
• Abweichung zu 440 Hz (in Cent)

Erweiterte Daten
• Zeitwerte für Delay, Echo, Loop
• Microtuning- und Pitchbend-Daten
Tempo (BPM)
• Pendellängen

Farbzuordnung
Farbname im Farbmusik-System
• Lichtfrequenz und Wellenlänge

Intervalle
Zusätzlich werden die Intervalle zum Grundton dargestellt:

• Zahlenverhältnis
• Intervallname
• Frequenz
• Tonbezeichnung
• nächster chromatischer Ton
• zugehöriger Kammerton
• Cent-Abweichung

Chromatische Intervalle behalten dabei stets dieselbe Abweichung wie der Grundton.

Stimmdaten (PDF)

Jeder aus einem natürlichen Zyklus abgeleitete Ton (z. B. Planet, Rotation oder Molekülschwingung) gehört zu einer eigenen Stimmung mit entsprechendem Kammerton. Es gibt daher keinen einheitlichen Kammerton, sondern für jeden Bezugston einen eigenen.

Jeder kosmische Ton hat seinen eigenen Kammerton.

Stimmdatenheft: Perioden von Erde, Mond, Planeten (siderische und synodische Umläufe, Rotationsperioden)

Planetenmonde
Kleinplaneten
Wasserstoff-Stimmdaten Teil 1
Wasserstoff-Stimmdaten - Grafiken zu Teil 1
Wasserstoff-Stimmdaten Teil 2
Ton der Einheit und die Planckschen Maßeinheit der Zeit

Stimmanleitung

Eine tabellarische Übersicht mit den Tönen von Erde, Mond, Planeten und Sonne findest du in der folgenden PDF.

Stimmanleitung

Sie enthält außerdem eine Anleitung zum Messen und Einstimmen von Musikinstrumenten auf diese Frequenzen.
Stimmanleitung

Kosmisch gestimmte Musik

Auf dem YouTube-Kanal von Planetware finden sich zahlreiche Beispiele für Musik, die auf diesen Stimmungen basiert.
www.youtube.com/planetware

Das Berliner Label Klangwirkstoff Records veröffentlicht Musik, die konsequent auf der Kosmischen Oktave basiert.
Klangwirkstoff Records

Johannes Kepler Horoskopbild