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Grundlagen der Horoskopvertonung

Planetenstellungen, geometrische Figuren und musikalische Intervalle

Die Planeten fliegen in etwa einer Raumebene um die Sonne, vor den Fixsternen des sogenannten Tierkreises im Hintergrund.

Ein Horoskop (griech. = Stundenschau) zeigt zu einen bestimmten Zeitpunkt und von einem bestimmten Ort aus gesehen die momentanen Positionen der Planeten.

Diese Positionen teilen den Tierkreis in unterschiedlich große Abschnitte. Manche Kreisteilungen sind harmonisch, daß heißt, es ergeben sich daraus die Winkelverhältnisse von gleichmäßigen geometrischen Figuren. Astrologen werten diese harmonikalen Kreisteilungen als "Aspekte".

Analog zu geometrischen Figuren haben musikalische Intervalle die selben Teilungsverhältnisse. Beispielsweise die Dreierteilung: ein Dreieck teilt den Kreis (360 Grad) in 120-Grad-Abschnitte und die musikalische Quinte wird genau bei einem Drittel einer Instrumentensaite abgegriffen.

Bei der Horoskopvertonung zur Sonnenfinsternis am 11. August 1999 wurden alle musikalisch relevanten Winkelverhältnisse von der Sonnenfinsternis zu den anderen Planeten ausgewertet, so daß sich daraus eine Tonleiter ergibt. Der Grundton dieser Tonleiter ist der oktavanaloge Ton der Sarosperiode.

Hier klicken, um das Horoskop-Bild dieser Sonnenfinsternis zu sehen.


Die Saros-Periode

Wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht ist Neumond, aber nur wenn sie exakt eine Linie bilden, fällt sein Schatten auf die Erde. Die Ebene der Mondbahn ist gegenüber der Bahnebene des Erde- Sonnenumlaufs leicht geneigt, so daß bei Neumond der Mond meist ein wenig ober- oder unterhalb der genauen Linie zur Sonne steht.

Abb.: Mond- und scheinbare Sonnenbahnebene
(stark übertriebene Neigung)

Die beiden Schnittpunkte der Mondbahnebene mit der scheinbaren Sonnenbahnebene werden Mondknoten genannt. Nur wenn der Neumond ganz in der Nähe der beiden Mondknoten stattfindet, ist Sonnenfinsternis.

Ein Finsternisjahr ist die Zeitspanne von 346,62 Tagen, die Sonne bei ihrer Wanderung durch den Tierkreis braucht, um von einem Mondknoten wieder zu diesem zurückzukehren. Von Neumond bis zum nächsten Neumond dauert es 29,53 Tage (= 1 synodischer Monat). Weil 19 Finsternisjahre (=6585,78 Tage) beinahe gleich lang sind wie 223 synodische Monate (=6585,32 Tage), wiederholen sich alle 18,03 Jahre beinahe identische Finsternisbedingungen. Dieser Zeitraum wird als Sarosperiode bezeichnet.

Die alle 6585,32 Tage aufeinander folgenden Finsternisse werden in "Saros-Zyklen" zusammengefaßt.

Die Sonnenfinsternis am 11. August 1999 gehört zum Saroszyklus Nr. 145 der am 4. Januar 1639 begann und am 17. April 3009 endet.

Die Sonnenfinsternis am 29. März 2006 ist die 29. des Saroszyklus Nr. 139. Die 28. war am 28. März 1988, die 30. wird am 8. April 2024 sein. Der 139. Zyklus begann am 17. Mai 1501 begann und endet mit der 71. Finsternis am 3. Juli 2763.


Totale oder ringförmige Sonnenfinsternis

Ob eine Sonnenfinsternis total oder ringförmig ist, hängt von der Entfernung des Mondes zur Erde ab. Die Mondbahn ist elipsenförmig. Ein Umlauf des Mondes von seinem erdnächsten Punkt bis er wieder bei diesem Punkt ist, dauert 27,55 Tage (= 1 anomalistischer Monat). 239 solcher Umläufe sind ebenfalls 6585,54 Tage. Die Entfernung des Mondes zur Erde ist dann wieder etwa gleich groß wie 18 Jahre zuvor.

Die kleine Zeitdifferenz zwischen 223 synodischen Monaten und 239 anomalistischen Monaten (= ca. 0,32 Tage) hat zur Folge, daß die Erde der Sonne nicht mehr die gleiche Seite zuwendet. Der Schatten des Mondes fällt dann bei der gleichförmigen Finsternis 120 Grad weiter westlich auf der Erde.

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Sonnenfinsterniss am 11.8.1999

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Sonnenfinsterniss am 29.3.2006

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